Den Kommunen als wichtige Akteure im Bereich Pflege stärkere Steuerungsmög lichkeiten an die Hand zu geben die Pfle gelandschaft vor Ort so zu gestalten dass sie den Bedürfnissen der Menschen wirk lich gerecht wird das ist der zentrale Kern des zum 01 Januar 2017 in Kraft getrete nen Dritten Pflegestärkungsgesetzes Die wichtigsten Neuerungen Chancen und Forderungen im Überblick U nsere Gesellschaft befindet sich im demografi schen Wandel Einer Prognose des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Anzahl von Pflegebedürftigen in Deutschland nach könnte die Zahl der Pflegebedürftigen von 2 7 Millionen Stand 12 2015 bis zum Jahr 2030 auf rund 3 4 Millionen Menschen anstei gen Auf diese Entwicklung reagierte die Bundesregierung mit der Einführung des Ersten Pflegestärkungsgesetzes PSG I zum 01 Januar 2015 dessen Maßnahmenkatalog den Pfle gebedürftigen und ihren Angehörigen hilft und die Pflegekräf te bei ihrer Arbeit unterstützt Leistungen können individueller in Anspruch genommen werden die Höhe der Leistungs beträge ist gestiegen Mit Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes PSG II am 01 Januar 2016 hat die Bundesregierung die Grundlage für mehr Individualität in der Pflege geschaffen indem in der Pflegeversicherung nicht nur ein neuer Pflegebedürftigkeits begriff gesetzlich verankert wurde sondern auch ein neues Begutachtungsinstrument zur Feststellung von Pflegebe dürftigkeit mit dem die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt wurden So führt die Begutachtung zukünftig zu einer genaueren Einstufung und berücksich tigt Beeinträchtigungen viel umfassender als bisher Neben körperlichen und geistigen werden nun auch seelische Be einträchtigungen gleichberechtigt berücksichtigt Das Dritte Pflegestärkungsgesetz Das am 01 Januar 2017 in Kraft getretene Dritte Pflege stärkungsgesetz PSG III schließlich stärkt die Pflegebe ratung und fördert den Ausbau der Zusammenarbeit der Verantwortlichen dort wo die Leistungen erbracht werden in den Kommunen Damit Pflegebedürftige und ihre Ange hörigen sowie Menschen die künftig Hilfe benötigen sich gut über die Leistungen der Pflegeversicherung informieren können wird die Pflegeberatung gestärkt und die Zusammen arbeit der Verantwortlichen in den Kommunen enger geknüpft Je flexibler die pflegerische Versorgung wird desto wichtiger wird die Pflegeberatung Eine gute Pflegeberatung kann besonders derjenige leisten der die Gegebenheiten und Versorgungsmöglichkeiten vor Ort kennt so Melanie Huml Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Welches Versorgungskonzept für den Einzelnen am besten funktio nieren kann kann am besten auf lokaler Ebene entschieden werden Bessere Pflege besser vor Ort Das Dritte Pflegestärkungs gesetz stärkt die Kommunen Thema kommunale Stärkung einsatzbereit 01 2017 5

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