Die zunehmende Komplexität unserer Aufgaben zwingt uns geradezu die Akademisierung der Pflege noch stärker zu för dern und zu fordern Edith Dürr Generaloberin und Vorsitzende der Schwesternschaft München vom BRK e V 12 Ohne sie würde der Pflege in Bayern eine tragende Säule fehlen und das gesamte System kollabieren Die Schwesternschaf ten vom Bayerischen Roten Kreuz e V übernehmen weitreichende Aufgaben in der öffentlichen Gesundheitspflege und engagieren sich durch hochqualifizierte Ausbildungsmaßnahmen für die Professio nalisierung der Pflegeberufe D er demografische Wandel lässt sich schon lange nicht mehr wegdiskutieren wer sich auf die Her ausforderungen der Zukunft vorbereiten will muss jetzt handeln Durch einzigartiges Engagement ge hen die Schwesternschaften vom BRK e V mit gutem Beispiel voran Als eigenständige eingetragene Vereine sind sie über die Mitgliedschaft im Verband hinaus auch jeweils einzeln Mit glieder im Verband der DRK Schwesternschaften VdS in Ber lin Ihre Mitglieder die Rotkreuzschwestern setzen sich aus Frauen zusammen die in der professionellen Pflege sprich in der Kranken Kinderkranken und Altenpflege oder in der Geburtshilfe tätig sind Durch Mitwirkung bei den Aufgaben des DRK helfen sie Menschen in Not und sind dabei den be rufsethischen Grundsätzen verpflichtet die sich von den sie ben Rotkreuzgrundsätzen ableiten Einen integralen Beitrag zur Gewährung der Versorgungs sicherheit in den Einrichtungen des Gesundheitswesens in Bayern leisten die Schwesternschaften durch das Unterhal ten eigener Kliniken sowie von Altenhilfe Einrichtungen und durch ambulante Pflegedienste Zudem werden in ihren ei genen Pflegeschulen bayernweit mehrere Hundert Schüle rinnen und Schüler in der Altenpflege der Gesundheits und Kinderkrankenpflege und der Gesundheits und Krankenpfle ge ausgebildet Denn genau hier liegt der Schlüssel für eine hohe Pflegequalität Gewährleistet werden kann diese nur durch ein qualifiziertes Fachpersonal Die zunehmende Kom plexität unserer Aufgaben zwingt uns geradezu die Akade misierung der Pflege noch stärker zu fördern und zu fordern betont Generaloberin Edith Dürr Vorsitzende der Schwestern schaft München vom BRK e V Eine fatale Maßnahme Pfle geberufe für junge Menschen attraktiver zu gestalten wäre es in ihren Augen Bildungsstandards und Zugangsvoraus setzungen herabzusetzen Generaloberin Edith Dürr fordert einen Masterplan der die berufliche Pflege endlich auf die Agenda der Politik bringt so wohl auf Bundes wie auch auf Landesebene Dafür muss die Profession als gleichberechtigter Partner mit an den Verhand lungstisch Eine der dringlichsten Forderungen Die Trennung der Sektoren in Kranken Kinderkranken und Altenpflege aufzuheben um den Gesamtblick auf die berufliche Pflege zu ermöglichen Dementsprechend ist auch eine Angleichung der Löhne in der Altenpflege dringend geboten Pflegespe zifische Forschungsprogramme und der Ausbau der akade mischen Ausbildung müssen ebenso gefördert werden wie die Digitalisierung Eine Kernforderung aller professionell Pflegenden ist die nach einer stärkeren Einbindung in die Pri märversorgung und die damit verbundene Neuverteilung der Aufgaben im Gesundheitswesen so Dürr denn nur so kann das Einbringen der Fachexpertise gewährleistet und gleichzei tig das Bild der Pflege als reiner Kostenfaktor endgültig revi diert werden Pflege muss endlich von den Kostenträgern als Leistungserbringer anerkannt werden Schnelles Handeln ist also gefragt will man keine Gefährdung der Patientenversorgung in Kauf nehmen Denn die Forde rung der Schwesternschaften nach einem Masterplan für die berufliche Pflege fußt nicht nur auf dem Interesse der Berufs gruppe allein Uns geht es ganz wesentlich und vor allem um die Menschen die wir versorgen Der Mensch im Fokus Die Schwesternschaften vom Bayerischen Roten Kreuz e V 02 2018 einsatzbereit Rotkreuz Schwesternschaft

Vorschau einsatzbereit 02/2018 Seite 12
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